Im Scheinwerferlicht

4.3.16 23:03, kommentieren

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Nacht der Triumphe

Montag Nacht um 2.30 war es mal wieder soweit. Nach drei Stunden Schlaf quälte ich mich aus dem Bett und schaltete den Fernseher ein. Warum? Wegen der 88. Verleihung der Oscars. Als echter Filmfan lässt man sich dieses Event einfach nicht entgehen, auch wenn im Vorfeld viel Kritik zu hören war. Natürlich ist es ärgerlich, dass keine Afro-Amerikaner/innen in den wichtigen Kategorien nominiert waren. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass es Absicht war. Aber um die Frage beantworten zu können kenne ich mich zu wenig in der amerikanischen Filmbranche aus. Wegen dieser Diskussion wurde fast übersehen, das Spike Lee mit dem Ehrenoscar ausgezeichnet wurde. Ein wichtiger Preis für eine Ikone des schwarzen Films. So genug davon. Wie ich in meinem Titel schon erwähnt hatte war es die Nacht der Triumphe. Zunächst Mad Max, das dieser Name so oft fiel hat mich wirklich überrascht. Die Academy ist dafür bekannt den Mainstream zu schmähen. Das gerade dieser Film in sechs Kategorien abgeräumt hat, hat mich neugierig gemacht er wartet jetzt in meiner Prime-Watchlist meine Meinung zu diesem Film folgt. Nächster Triumph sind die mexikanischen Filmemacher, einmal Alejandro Gonzalez Inarritu für seine Regie für das Meisterwerk "The Revenant" und der Kameramann für denselben Film, Emmanuel Lubezki. Da bleibt mir nur zu sagen: Da hast du´s Trump! :PEnnio Morricone hat mit über 70 seinen ersten (!) Oscar gewonnen. Zum Glück musste Leonardo diCaprio nicht so lange auf seinen Goldjungen warten. Damit wäre ich bei meinem persönlichen Highlight. Leo ist für mich einfach einer der talentiertesten Schauspieler der gerade in Hollywood rumläuft. Seine Mit-Nominierten waren natürlich genauso gut, die Konkurrenz war ganz klar da, aber chancenlos. Ich wurde am nächsten Tag (vielmehr am selben Tag) von einem Klassenkameraden gefragt, ob Leo den Oscar verdient gewonnen hat, oder ob die Academy ihm einfach den Preis gegeben hat um ihre Ruhe vor ihm zu haben. Ganz klar hat er diesen Preis verdient. Ich verfolge seine Karriere seit Titanic und er hat sich zu einem wandelbaren Charakterdarsteller entwickelt. Jede Rolle geht er anders an, und bringt Variation in seine Darstellung. Was meiner Meinung nach eine wichtige Voraussetzung für diese Kunst ist. Und die Academy scheint das genauso zu sehen, es werden nicht viele sechsmal nominiert in der Kategorie beste Hauptdarsteller. Zum anderen war es auch die Rolle des Hugh Glass in "The Revenant", ich hab den Film natürlich gesehen (Rezession im nächsten Eintrag). Leo ist für diese Rolle bis an die Grenzen gegangen und hat im Film Sachen getan vor denen selbst die verzweifelten B-Sternchen im Dschungelcamp schreiend davongelaufen wären. Dabei gab er an, dass der Kampf gegen die Kälte mit die größte Herausforderung war. Diese Rolle jedenfalls ist es die ihn unsterblich gemacht hat, (Jack wer?)eine fordernde Rolle, die er mit absoluter Hingabe gespielt hat. Da bleibt mir nur zu sagen: Gratulation an alle, denen dieser Abend in Erinnerung bleiben wird. Als Nacht ihres persönlichen Triumphs. In dem Sinne, bis zum nächsten Mal

3.3.16 22:20, kommentieren