Die Königin der Monster

Voller Vorfreude erwarte ich die Fortsetzung einer beliebten Sci-Fi-Reihe im Jahr 2017. Und ich meine nicht Star Wars. Nein, ich rede von dem wohl einzigen Film, der mir jedes Mal, wenn ich ihn ansehe eine Scheißangst einjagt. Alien. Ich habe ganze vier Anläufe gebraucht, bis ich den ersten Teil endlich geschafft hatte. Vor lauter Herzrasen habe ich vorher immer abgeschaltet. Über die geplante Fortsetzung werde ich in einem meiner nächsten Blogs schreiben. Hab mir da auch so meine Gedanken gemacht. Ich bin zwar nicht das tapferste Herz unter der Sonne und auch sehr schreckhaft. Aber mit Horrorfilmen hatte ich bis dato keine größeren Probleme. Dann kam ein gewisses unheimliches Wesen aus einer anderen Welt. Ein Wesen, dass mich sogar in meine Träume verfolgt und in meinen Träumen will ich es nicht haben! Was mit ein Grund ist, warum ich darüber schreibe, ich möchte es einfach aus meinem Kopf kriegen. In den folgenden Zeilen möchte ich erklären, warum ich dieses Wesen, auch Xenomorph genannt, für die Königin der Monster halte. Kommen wir zum offensichtlichen: Das Aussehen. Kompliment an H.R. Giger, er hat die perfekte Tötungsmaschine entwickelt. Ich meine die zwei Zahnreihen und der lange, Stacheldrahtartige Schwanz sind schon furchterregend genug. Auch das Fehlen von Augen und der skelettartige Körperbau sind verstörend. Für mich ist es die perfekte Mischung aus Mensch und Insekt. Insekten galten schon immer als unheimlich, ekelerregend und ganz und gar Fremdartig. Die perfekte Ausgangslage für eine monströse Alienrasse. Das bringt mich aber zu einem Problem aus der Filmreihe. In AVP 2 (absoluter Schmarrn), gibt es einen Hybriden aus Alien und Predator. Wie kann das sein? Ich meine der Chestburster hat auch nichts menschenähnliches an sich, wenn er aus einem Menschen schlüpft, auch als er aus einem Hund (Alien 3)herausbricht hat er nicht die typischen Charakteristika eines Hundes.Erst in Alien 4 sehen wir einen Alien-Mensch-Hybrid und das auch nur auf Grund einer Mutation. Wie aber können Alien und Predator verschmelzen? Der Alien-Embryo ist doch schon voll entwickelt, wenn der Facehugger ihn in den Wirt einpflanzt. Wenn mir jemand die Frage beantworten könnte wäre ich ihm sehr dankbar. Einfach ins Gästebuch schreiben Zurück zum ursprünglichen Monster. Sowohl Aussehen, als auch Verhalten entsprechen ganz dem eines Insekts. Das fängt schon damit an, wie die Königin ihre Eier legt. In dem Buch "Alien-Der verlorene Planet", der die Vorgeschichte zu "Aliens - Die Rückkehr" ist, wird auch die Theorie aufgestellt, das die restlichen Aliens als Drohnen fungieren. Was auch Sinn ergibt. Die Drohnen in einem Bienenstock, oder Ameisenhügel sind für die Nahrungsbeschaffung und Aufzucht der Larven zuständig und müssen überdies die Königin beschützen.Und genau dass tun die Viecher ja die ganze Zeit, sehr zum Leidwesen meiner Spezies. Als nächstes die Physiologie, oder auch körperliche Besonderheiten. Kenner wissen, worauf ich hinaus will. Ich drücke es mit den Worten von Burke aus Aliens aus: Säure statt Blut. Echt pfiffig, selbst wenn es dir gelingt eines dieser Biester zu erschießen, hast du dennoch die Arschkarte gezogen, wenn dich die konzentrierte Säure die aus der Wunde herausspritzt trifft. Im vierten Alien-Teil können die Viecher sogar mit dieser besonderen Ausstattung aus ihren Gefängnissen entkommen. Naja, die meisten von ihnen...Ich meine, selbst Godzilla oder King Kong hätten dagegen keine Chance. Apropos. Ein gutes Gedankenexperiment: Wer würde einen Kampf gewinnen? Alien oder Godzilla?Klar Godzilla könnte durch seine schiere Größe im ersten Moment die Oberhand gewinnen. Einfach drauftreten und der Xenomorph ist Geschichte, aber dann hat unser großer asiatischer Freund das Problem, dass die Säure seinen Fuß bis auf die Knochen wegätzt. Bei der Nostromo hat sich ein Tropfen (!) durch mehrere Decks gefressen. Der letzte Punkt: Schwachstellen. Ja, die gibt es, auch wenn sie überschaubar sind. Obwohl gepanzert sind die Aliens nicht Kugelsicher und können auch das Vakuum des Alls nicht überstehen.Eine vielversprechende Lösung, das Biest über den Jordan zu schicken ist, die Königin auszuschalten. Allerdings wird es schwierig an sie heranzukommen, angesichts ihrer Bodyguards...Mit Feuer kann man sie auch gut bekämpfen. Sie scheinen zwar Feuerfest zu sein, doch vor Flammen haben die anscheinend großen Respekt. Am besten ist immer noch Ripleys Vorschlag in Aliens. Thermonukleare Bombe drauf (natürlich in sicherer Entfernung) und abhauen. Es ist also ziemlich klar, dass das Biest eine perfekte Killermaschine ist, die mir sogar dann eine Heidenangst einjagt, wenn ich nur ihre Beschreibung lese. Das kann ich nur Tagsüber oder mit allen eingeschalteten Lichtquellen meiner Wohnung. Abschließend kann man Ellen Ripley für die fünfte Begegnung der anderen Art nur viel Glück wünschen. Und nicht den Flammenwerfer vergessen, meine Gute

21.7.16 22:47, kommentieren

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Im Scheinwerferlicht

Gerade habe ich den Film Spotlight gesehen, den diesjährigen Gewinner des Oscars für den besten Film. Ich muss sagen, die Auszeichnung hat er zu Recht bekommen. Es geht darin um den Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche (ein Thema, dass nie in Vergessenheit geraten sollte!), aufgedeckt von einer Gruppe Journalisten des Boston Globe. Was diese mutigen und hartnäckigen Reporter 2001/02 entdeckt haben war einfach unglaublich. Selbst, wenn man schwarz auf weiß die betroffenen Orte sieht, kann man es nicht fassen. Ich persönlich war schockiert, zwar wusste ich natürlich von den Vorfällen in deutschen und österreichischen Klöstern, hatte aber keine Vorstellung über das tatsächliche Ausmaß. Während ich also kopfschüttelnd diesen Film sehe, stelle ich mir die Frage, warum wir eine gesichtslose Institution mehr schützen, als die wehrlosesten und unschuldigsten Mitglieder unserer Gesellschaft, unsere Kinder?Diese Frage steht unausgesprochen im Raum, den ganzen Film über.Spotlight erzählt dabei die Geschichte ohne amerikanischem Pathos, ohne Sensationslust, ohne ausgiebiges Betätigen der Tränendrüse. Die Macher des Films erzählen die Geschichte so, wie sie ist. Schonungslos, nüchtern und mit leisen Tönen. Ein ganz und gar stimmiges Werk, dass die Zuschauer grübelnd im Kinosessel zurücklässt, während der Abspann läuft. Das Ensemble war genauso hervorragend besetzt und jedem von ihnen sah man an, dass ihnen diese Geschichte ebenso wichtig war, wie damals den Journalisten. Wenn es etwas gibt, was ich aus dem Film mitnehme, dann das der Journalismus immer noch ein wichtiges Instrument der freien Meinungsäußerung ist. Solange es Menschen wie diese vier Journalisten gibt, wird die Welt nicht am Abgrund stehen. Menschen, die fragen. Menschen, die nicht wegsehen. Menschen, die schreckliche Wahrheiten im Scheinwerferlicht präsentieren.

4.3.16 23:27, kommentieren